Das Ausbügeln einer Unhöflichkeit

Liebe Leser,

 

etwas dünn ist es in den letzten Monaten mit den Buchvorstellungen geworden, was einfach daran liegt, dass sich das Leben natürlich nicht nur um das Lesen und Schreiben von Büchern dreht.

Was mich nun auf den Gedanken bringt, die Bandbreite meiner Artikel etwas zu erweitern und auch persönlicher zu gestalten.

Zuerst sollte ich also die Unhöflichkeit ausbügeln, mich nicht schon zur Eröffnung dieses Blogs kurz vorgestellt zu haben.

Wer bin ich also eigentlich?

Bevor hier jemand eine Profilneurose befürchten muss, halte ich es kurz.

Denn neben der Tatsache, dass ich 82er Baujahr bin und – wohl durch die bipolare Störung bedingt – in verschiedenen Bereichen kreativ tätig, gibt es nicht viel mehr zu sagen.

Nein, ich werde diesen Blog nun auch nicht hauptsächlich auf dieses Krankheitsbild ausrichten, solche Blogs gibt es zur Genüge, aber es ist eben der kleine Baustein, der mein Leben und mich immer mal wieder dominiert.

Nun lieber Leser, ich weiß noch nicht, wohin meine Artikel mich künftig führen werden, aber das Leben hat eben doch etwas mehr als Bücher zu bieten, und dem werde ich künftig auch gern Rechnung tragen.

 

Herzlichst,

Eure Dehlia.

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Erfolgreich auf Facebook: eine kleine Anleitung

Liebe Leser,

 

heute geht es um ein Thema, das die Massen spaltet. Es ist wichtiger als die große Koalition, wichtiger als Weltfrieden, Hungersnöte oder Donald Trump.

Wie pflege ich erfolgreich mein Facebook-Profil?

Facebook ist eine der  wertvollsten Erfindungen der Neuzeit. Man stelle sich vor: bei einer ausreichend langen Freundesliste ist es, als fülle man einen Saal mit Hunderten von Menschen, die sich bereitwillig alles anhören und ansehen, was man so sagt, an Fotos vorzeigt, von anderen Leuten weitererzählt oder sonstig präsentiert.

Aber damit wir diesen Stand des subventionierten Exhibitionismus erreichen können, müssen wir einige Grundregeln beachten, und schon läuft das wie geschmiert.

 

Grundvoraussetzung: die Freundesliste

Als erstes ist es wichtig, dass wir unsere Freundesliste aufstocken. Setzt ihr nur darauf, Bekannte und tatsächliche Freunde oder Familie als Facebook-Freunde zu haben, wird sich der gewünschte Erfolg nur mäßig einstellen.

Am besten ist es daher, regelmäßig die Liste der vorgeschlagenen Personen zu konsultieren, die euch Facebook mit eventuellen Freunden aufstellt.

Und ab da wird es leicht. Schickt einfach jedem eine Freundschaftsanfrage, der dort vorgeschlagen wird. Dabei ist es unwichtig, ob man den entsprechenden kennt oder auch nur einen einzigen gemeinsamen Freund mit demjenigen hat. Vielleicht klappt es ja trotzdem.

Verschickt man innerhalb einer gewissen Zeit auf diese Weise so an die 400 Freundschaftsanfragen, erreicht man gut und gern eine Erfolgsrate von sicherlich 50%, andere möchten ihre Freundesliste ja auf Deivel komm raus ebenfalls verlängern.

 

Die Warmakquise:

Hat man nun entsprechend viele Freunde, muss man sich diese natürlich warmhalten.

Am wichtigsten ist hierbei, dass man seine Facebook-Freunde mindestens zweimal täglich anstupst oder ihnen zuwinkt.

Das braucht bei hunderten von Freunden natürlich so seine Zeit, aber jeder hat wohl ein bisschen Aufmerksamkeit verdient, und schließlich läuft man ja im realen Leben auch die ganze Zeit mit einer linken winkenden und einer stupsenden rechten Hand herum. Ihr werdet sehen, jeder eurer Freunde wird sich freuen und den Klick mit Begeisterung zurückgeben.

 

Das Profil oder auch: das Anfüttern des kleinen Voyeuristen in uns

Ein weiterer begünstigender Faktor ist natürlich das Profil.

Macht jede nur erdenkliche Information öffentlich. Sämtliche Fotos und Lebensereignisse müssen sichtbar sein, und verbergt auch eure Chronik nicht.

Möchte man seine Kontaktmöglichkeiten noch erweitern, empfiehlt es sich, auch persönlichste Daten wie Mailadresse und Handynummer für eventuellen Austausch über WhatsApp öffentlich einzustellen.

Besitzt man dazu noch eine nostalgische Ader, macht auch das Einstellen der Postadresse Sinn. Möglicherweise lassen sich auf diesem Wege sogar gute, altmodische Brieffreundschaften aufbauen, oder man bekommt sogar mal einen unangekündigten Besuch eines Facebook-Freundes. Und wer mag denn keine Überraschungen?

Füllt sämtliche „Gefällt mir“ Kategorien aus. Das wird zwar niemand wirklich lesen, aber allein das Gefühl, hier den ultimativ transparenten User gefunden zu haben, wirkt auf viele sehr verlockend.

 

Fotos:

Das ist natürlich eine Wissenschaft für sich. Titel- und Profilbilder sollten mindestens dreimal in der Woche aktualisiert werden.

Kleiner Tipp: Die Verwendung bestimmter Effekte oder eines Rahmens mit Rosen oder Herzchen wertet jedes Foto auf, egal wie unscharf oder verpixelt es ist.

 

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt sind Selfies.

Postet täglich mindestens eins. Hier ist aber die Verwendung eines Selfie-Sticks inzwischen obligatorisch. Nicht nur, dass man dadurch bei Facebook sehr Up To Date rüberkommt, auch in der Öffentlichkeit erregt man so immer mal wieder Aufsehen und viele Schmunzler.

Ok, das mag aussehen, als ob man belächelt wird, aber das wirkt sicherlich nur so.

Sehr beliebt sind übrigens auch Selfies – natürlich ebenfalls öffentlich gepostet – auf denen man euch bei irgendeiner ausgelassenen Party sehen kann. Man sollte zu diesen Anlässen ständig ein Glas oder gar eine Flasche mit Alkohol in der Handhalten. Auch hier gilt: Je später der Abend, desto schöner die Selfies.

Wichtig ist zur Vervollständigung natürlich, am nächsten Morgen, gleich, nachdem man sich auf der Arbeit krankgemeldet hat, damit anzugeben, was für einen gnadenlosen Kater man hat.

Ist zwar möglich, dass der Chef ganz zufällig auf die Party-Fotos und auf den Morgen-danach-Post stößt, aber bitte; schließlich geht es hier um ein hoch frequentiertes Facebook-Profil.

 

Fällt einem mal wieder gar nichts ein, was man mit seinen Freunden und dem Rest der Welt teilen möchte, greift man einfach auf die „Orte“-Funktion zurück.

Schließlich ist es wichtig, in welchem Restaurant oder in welcher Bar oder Kneipe man gerade wieder “abhängt“.

Ganz wichtig ist es hier, diesen Post mit einem Bild zu belegen. Am besten bietet sich natürlich ein Foto des Essenstellers an. Vorher, mittendrin und nachher.

Gibt man sich ein bisschen Mühe, bekommt man das riesige Steak mit dem halben Liter Bier zusammen auf ein Foto. Bei Cocktails ist es ganz wichtig, dass man auch Sahne und Schirmchen sieht.

Letztlich interessieren auch solche Aktivitäten kaum jemanden, aber hey;  man sollte nie riskieren, auf seinem Profil den ganzen Abend nichts zu posten. Es könnten sich die besorgten Anfragen in deiner Chronik häufen, ob alles ok bei dir ist.

 

Der Humor:

Witze und ähnlich humorige Beiträge werden bei Facebook sehr gern gelesen und mit positiven Reaktionen bedacht.

Macht euch aber bitte nicht die Mühe, einen Witz in das Textfeld zu schreiben, schon gar nicht, wenn er vielleicht länger als vier Zeilen ist. Wer es richtig machen will, stellt ein Foto ein. Am schönsten sind die, auf denen sich eine witzige Zeile mit einem Bild vereint. Die Zauberformel hier heißt: kurz und knackig.

Fast Food Humor dieser Sorte enthebt einen nämlich der Sorge, dass jemand aus der Freundesliste die Pointe nicht kapiert.

 

Posts und Links teilen:

Hier ist es eigentlich egal, was man teilt, Hauptsache, es ist viel.

Macht euch im Newsfeed eurer Facebook-Freunde präsent. Unter 20 geteilten Posts sollte das tägliche Aufkommen nicht liegen. Dabei ist es auch nicht wichtig, ob man die entsprechenden Artikel wirklich gelesen und sich eine Meinung darüber gebildet hat, auf jeden Fall erweckt diese hohe Quantität einen belesenen und vielseitig interessierten Eindruck, und nur darum geht es doch, oder?

 

Der Unterpunkt der Petition:

Sicher sind Petitionen eine sehr gute Sache, und sie sind immer ein Daumenfänger, ganz wichtig ist hier aber, dass man, teilt man so eine Petition, selbst nichts dazu schreibt.

So zwingt man seine Freunde eher dazu, auf den Link zu klicken und zu schauen, worum es überhaupt geht und ob sie das Thema interessiert. Außerdem gilt auch hier: eine eigene Meinung mit in den Post zu setzen ist ein unnötig hoher Zeit- und Arbeitsaufwand.

 

Wenn man doch mal Selbstgeschriebenes postet:

Wichtig: niemand will lesen, wie glücklich ihr seid.

Eure Beziehung ist am wichtigsten, wenn sie gerade beendet wurde. Andere Mütter haben zwar auch schöne Töchter und Söhne, aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund drückt man lieber seine Anteilnahme aus als sich für einen zu freuen.

Sollte im Leben gerade mal nichts trauriges vorrätig sein, hilft es auch, etwas zu posten, über das sich viele Facebook-Freunde in Anteilnahme wütend auslassen können.

Nicht selten entstehen so auch innerhalb der Kommentare unschöne Wortwechsel, aber gut; zumindest pinnt das den entsprechenden Beitrag im Newsfeed geradezu oben an, und darum geht es schließlich, richtig?

 

Der Schreibstil:

In den letzten Jahren haben sich die Regeln für den Internet-Benimm deutlich geändert.

In seinen Posts, gerade, wenn sie doch mal etwas länger werden, sollte auf einige Dinge unbedingt verzichtet werden.

Satzzeichen wie Punkte oder Fragezeichen stören nicht nur das Bild, meistens werden sie so oder so überlesen. Hier greift daher der Grundsatz: Satzzeichen sind Rudeltiere. Ein Satzende muss auch nicht mehr zwingend mit einem Punkt gekennzeichnet werden. Die Sinneinheiten sind durch mindestens drei Punkte einfach zu trennen, nach denen es dann auch mit einem kleingeschriebenen Wort weitergehen kann.

Schachtelsätze, die durch Kommata getrennt sind, erfreuen sich keiner Beliebtheit. Spaghetti-Sätze ohne Kommata aber mit vielen Ellipsen lesen sich einfach besser runter.

Das einzig legitime Satzzeichen ist das Ausrufezeichen. Hier dürfen es ruhig fünf oder mehr sein, wobei es egal ist, wenn sich ein paar Einsen in diesen zig Ausrufezeichen verstecken. Das spricht für intensive Emotionen und gibt dem Beitrag daher einen besonders authentischen Touch.

Man sollte allerdings die Großschreibung nicht ganz über Bord werfen. Sehr beliebt ist sie, schreibt man ganze Wörter oder Sätze groß.

Nun ja, Dauer-Großschreibung gilt laut Netiquette zwar als Schreien, aber nun; wer schreit, hat schließlich recht.

 

Fazit:

Es gibt sicherlich noch andere Tipps, die zu einem erfolgreichen Facebook-Profil führen können, beachtet man aber die obenstehenden Richtlinien, hat man auf jeden Fall einen sehr guten Start in die Facebook-Karriere.

Ist man aber kein Mensch, der gern Regeln befolgt, jemand, der eher auf das heute inzwischen aus der Mode gekommene Schreiben mit längeren Texten, Grammatik und eigenen, gut ausformulierten  Gedanken pocht, kann ich nur eins raten.

Werdet Blogger.

 

Herzlichst,

Eure Dehlia.

Bipolarität: Zwischen dem Untergang des Hauses Usher und der Maske des roten Todes

Liebe Leser,

 

dieser Artikel liegt nun schon einige Tage auf meiner Festplatte herum und ich habe lange gegrübelt, ob ich ihn hier wirklich einstelle.

Dann habe ich mich mit dem Gedanken getröstet, dass ihn vermutlich jeder, den das Thema nicht interessiert, einfach überblättern wird.

Andererseits habe ich in den letzten Jahren gemerkt, dass diese Krankheit nicht so selten ist, wie man es sich wünschen möchte. Es gibt so einige, die Betroffene kennen oder in der Familie haben, und es gibt leider, dazu gehöre ich ebenfalls, so einige Menschen, die sich jahrelang mit Fehldiagnosen herumschlagen, weil auch Fachleute manchmal in die falsche Richtung schauen.

 

Wie ich schon schrieb, verlasse ich hier und da nun auch mal das Gebiet der Literatur. Heute aus aktuellem Anlass, da ich – und ihr habt es an der langen Stille auf diesem Blog gesehen – aus gesundheitlichen Gründen ein Weilchen abwesend war.

So möchte ich hier also beginnen, ein wenig über die bipolare Störung zu berichten, in der Hoffnung, irgendwann jemanden oder mehrere zu erreichen, denen – durch eigene Betroffenheit oder der eines Freundes oder Angehöriger – das hier weiterhilft.

 

Die bipolare Störung oder das, was einige heute immer noch unter dem Begriff „manisch depressiv“ kennen.

Diese Krankheit ist inzwischen auch Fernsehreif geworden. Am populärsten ist wohl die Serie „Homeland“, in der sich die Agentin Carrie Mathison mit dieser Diagnose zu plagen hat. Hier sehen wir auch, welches Leben sie führen muss, will sie diese Störung in den Griff bekommen, wie es sich auswirken kann, verzichtet sie zu Gunsten ihrer Arbeit auf eine strikte Lebensweise und ihre Medikamente.

Ich als Betroffene kann der Serie zugestehen, dass die bipolare Störung, zumindest in dieser Form, recht gut gezeichnet ist.

Aber auch hier gilt, zehn Betroffene mit derselben Diagnose ergeben zehn verschiedene Verläufe, je nach Intensität der Ausprägung, der eigenen Lebenserfahrung, dem Charakter und Umfeld.

 

Also, wovon sprechen wir hier genau?

Wer Artikel über diese Krankheit liest, wird in 75% davon die gleiche Redewendung finden:

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“.

Das ist eventuell ein gewisser Ansatz und so meinen Autoren vielleicht, könne man anderen dieses Störungsbild erklären, ich für meinen Fall finde es allerdings sehr simplifiziert.

Denn jeder kennt diese Stimmungen. Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als sehr glücklich oder sehr unglücklich zu sein.

Wendet man diese Begriffe auf die bipolare Störung an, stielt man jedem anderen sozusagen diese völlig gesunden Gefühlsregungen.

 

Die zwei Pole

 

Depressionen sind ein Krankheitsbild, das heutzutage immer mehr Verständnis erfährt. Das mag auch daran liegen, dass sich immer mehr Betroffene trauen, mit Depressionen offen umzugehen.

Natürlich gibt es auch immer noch Menschen, durch die man als Betroffener geradezu stigmatisiert wird, denn nicht für jeden ist es vorstellbar, dass man sich nicht mit etwas Selbstdisziplin dem Leben stellen kann und alles wäre wieder in Ordnung.

Es ist nicht immer leicht zu verstehen, was es für ein umfassender Kampf sein kann, sich morgens zur Arbeit zu schleppen, seinen Haushalt zu bewältigen, soziale Kontakte zu halten, mit Freunden zu sprechen.

Die einen schaffen das mit links, für sie ist es normal, doch dem Depressiven geht hier buchstäblich die Luft aus.

Es ist nicht der Wille, der fehlt, leidet man unter Depressionen, kann man leider nicht, wie man gern möchte, und manchmal, wenn es sehr schlimm kommt, möchte man auch nicht mehr, wie man sollte, weil einfach alles zur Qual werden kann.

 

Der Gegenpol, die Manie, sorgt dafür schon deutlich häufiger für Missverständnisse.

Ein Satz, der mir bereits häufiger begegnet ist lautet: „So würde ich mich auch gern mal fühlen.“ Das mit Sicherheit nicht, auch wenn die Manie durchaus als positiv empfundene Aspekte haben kann.

Nur zwei Stunden Schlaf die Nacht? Geht.

Drei Ladungen Wäsche waschen, das Haus putzen, im Garten die Hecken beschneiden, schnell mal noch einen Kuchen backen  und das alles, bevor der Vormittag richtig angefangen hat? Kein Problem.

Auf der Arbeit seinen und den Job zweier kranker Kollegen dazu erledigen?

Alles möglich.

Stundenlange Ausbrüche von Kreativität auf diversen Gebieten? Nicht selten.

Alles scheint Spaß zu machen, jede Idee ist die beste, die Welt schillert in den buntesten und leuchtendsten Farben.

Mit einem Minimum an Regenerationsbedarf das Maximum an Tatkraft und Energie.

Doch auch die Manie hat ihre Kehrseite.

Ist sie sehr stark ausgeprägt, riskiert man aufgrund seiner unberechenbaren und sprunghaften Art öfter mal völlig die Bodenhaftung. Auch die Realitätsprüfung leidet hier und da. Aus dem Streben nach dem Neuen, dem Aufregenden werfen Betroffene ihr altes, geordnetes Leben hier und da auch schon mal über Bord.

Im Rahmen von Glücksspiel, Kaufrausch und finanziellen Großprojekten wie dem Finanzieren äußerst teurer Dinge wie einem Neuwagen ruiniert man auch schon mal das eigene, wie auch das Leben des Partners oder der Familie.

Und schließlich kann das Schnellfeuer, welches da im Gehirn stattfindet gepaart mit viel zu wenig Schlaf sogar für Psychosen sorgen.

 

Dieses Bild ist natürlich nicht ganz vollständig und es zeichnet wirklich die extremste Form, die so eine Manie annehmen kann, aber es dient – hoffe ich – doch gut zur Verdeutlichung.

 

Und nun schließe ich mal den Kreis zum Titel dieses Posts.

Inzwischen gibt es so einige Aufstellungen prominenter bipolarer, deren Großteil Musiker, Autoren, Bildhauer oder Komponisten und Maler sind und waren.

Edgar Allan Poe, davon geht man zumindest inzwischen fast einheitlich aus, war einer davon.

Liest man die Interpretationen seiner Bücher, fällt der Umstand seiner mentalen Instabilität meist völlig hinten runter. Man konzentriert sich auf seine gern verwendeten Hauptmotive, auf biographische Bezüge und ähnliches, das empfinde ich aus meiner Warte als eher unvollständig.

In seinen Werken findet man oft die Schwankungen und Ausschläge zwischen Depression und Manie.

Aus einem seiner bekanntesten spricht für mich aus jeder Seite die Depression.

Der Untergang des Hauses Usher.

Der namenlose Ich-Erzähler reist auf Bitten seines Jugendfreundes Roderick zum Anwesen der Familie Usher. Roderick leidet an einer nicht näher bezeichneten Nervenkrankheit, die in diesem Falle dadurch entstanden ist, dass sich seit Jahrhunderten nur Geschwister gegenseitig heiraten durften.

Kaum betritt der Erzähler das Haus, beginnen die Merkwürdigkeiten. Bereits in der Eingangshalle muss er sehr die Stimme senken, da jedes laute Geräusch Roderick scheinbar regelrecht Schmerzen bringt. Jede Uhr im Haus ist zum Stehen gebracht worden, alle Fenster sind verhängt, da auch Licht dem Hausherren unangenehm ist. Auf leisesten Sohlen begleitet der Erzähler den einzig verbliebenen Diener seines Freundes in dessen Zimmer, nur im Licht einer Kerze, und selbst auf das Licht dieser muss er verzichten, als der Bedienstete Rodericks Zimmer wieder verlässt.

 

Natürlich schreibt Poe hier nicht vorrangig über die Depression, seine Intention ist eine andere, und so extrem treten Depressionen eher nicht auf, aber diese gedrückte Stimmung, die den Leser unweigerlich packt, entspricht schon dem Bild, das man sich von einer Depression machen kann.

Das Erlahmen vieler Aktivitäten, Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen, die Schlafstörungen, unter denen auch Roderick leidet, der vornehmlich die Nächte nutzt, um mit seinem Freund zu sprechen.

 

Dagegen steht für mich Poes „Die Maske des roten Todes“.

Im Land geht eine Seuche um, welche, befällt sie einen Menschen erst mal, zu einem schnellen und grausamen Tod führt.

Prinz Prospero, den die Krankheit, die gut die Hälfte seiner Untertanen dahinrafft wenig kümmert, zieht sich mit einigen Freunden in eine von ihm entworfene Abtei zurück, um sich dort vor dem „roten Tod“ zu schützen.

Er liebt das Besondere, das Außergewöhnliche und feiert in der Abgeschiedenheit quasi ein Fest nach dem anderen.

Bereits hier finden wir eine Positivsymptomatik der Manie.

Schließlich soll alles in einem grandiosen, detailliert geplanten Fest gipfeln.

So sorgt er mit verschiedenfarbigen Fenstern und entsprechender Beleuchtung dafür, dass sieben Räume in einer anderen Farbe gehalten werden, die auch die Gäste entsprechend beleuchtet. Zu jeder vollen Stunde betreten die Gäste schließlich den nächsten Raum.

Vielen, die eine Manie kennen, werden hier einige Komponenten wiedererkennen.

Das Auge fürs kreative Detail, der Hang zu Farben, die Suche nach dem ständigen Vergnügen, Dekadenz, die Fähigkeit in seinem eigenen manischen Kokon die harte Realität auszublenden oder zumindest zu vertreiben.

 

Wie oben bereits gesagt, hier werden extreme Bilder gezeichnet, die noch nicht so differenziert sind, wie für diese Krankheit – wie bei allen anderen auch – angemessen wäre, aber für meine künftigen Artikel bildet sie vielleicht ein gutes Grundgerüst.

Ich möchte mich eigentlich auch nicht so sehr auf das Fachchinesisch verlegen, von dem man im Internet genügend lesen kann, mir geht es auf diesem Themengebiet eher um das Erleben dieser Krankheit, darum, zu vermitteln, was sie auf verschiedenen Gebieten des Alltages bedeuten kann.

Fachwissen liest man sich leichter an, als dass man sich eventuell in jemanden hineinfühlen kann, den eben genau diese Diagnose begleitet.

 

Im Zuge dessen werde ich natürlich noch etwas mehr auf mich selbst eingehen, denn meine Verlaufsform dieser Krankheit ist, durch eine Jahrelange Fehldiagnose und dadurch falsche Behandlung inzwischen eine andere.

Auch das ist ein Weg, den viele Bipolare gehen müssen. Einfach deshalb, weil man wegen Depressionen, in denen man sich schlecht fühlt, schon eher mal zum Arzt geht.

Aber wer stellt sich beim Psychiater ein, weil er wochenlang Zustände erlebt, in denen es ihm gut geht?

Oftmals passiert das erst, wenn man in der oder durch die Manie irgendwann abstürzt oder auf einen Schlag viel oder alles verliert.

 

Wer es bis hier durchgestanden hat, dem danke ich fürs Lesen.

 

Natürlich folgen auch wieder Buchvorstellungen, leider aber erst, wenn ich dem roten Faden in einem Buch  wieder folgen kann. 🙂

 

herzliche Grüße,

Eure Dehlia.

 

 

Buchvorstellung: Suzanne Collins – Die Unterweltchroniken Band 5 – Gregor und das Schwert des Kriegers

Zum Inhalt:

 

„Ist der Krieger endlich tot,“

Diese Zeile aus der Prophezeiung der Zeit schwebt nun unheilvoll über Gregor, und doch weiß er, dass er dem Endkampf mit der großen weißen Ratte, die im Unterland nur „der Fluch“ genannt wird, nicht entkommen kann, will er seine Freunde und das Unterland nicht dem Untergang weihen.

Noch liegt seine Mutter mit der Pest im Krankenhaus von Regalia. Seine Freunde Luxa, Ripred und Luxas Fledermaus Aurora, sind in den Feuerländern verschollen.

Doch Gregor kann ihnen nicht folgen, da Solovet, die nun wieder als Heerführerin eingesetzt ist, ihn bewachen lässt und so verhindern will, dass er den Palast verlässt.

Und doch gelingt es Gregor und Ares, schließlich über einen Geheimgang zu flüchten und sich in die Feuerländer zu begeben.

Dort findet er Luxa vor, die dem Tod näher als dem Leben ist und fliegt sie mit Ares nach Regalia zurück.

Um eine neuerliche Flucht zu verhindern, lässt Solovet ihn sofort in ein Verlies sperren.

Inzwischen schicken sich die Ratten an, die Stadt zu belagern, doch noch scheint ein Teil des Puzzles zu fehlen. Denn der Teil der Prophezeiung der Zeit, der von der Prinzessin erzählt, die den Krallencode entschlüsseln soll, mit dem die Ratten in Kriegszeiten im Geheimen kommunizieren, will sich einfach nicht erfüllen.

Ist diese Prophezeiung von den Gelehrten Regalias wieder falsch gedeutet worden, oder ist das Unterland doch dem Untergang geweiht?

 

Ein bedrückender Ausklang

 

Dieser Band dreht sich ausschließlich um den Krieg zwischen den Ratten und den Menschen mit ihren Verbündeten.

Auch wenn es hier um den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse geht, steht der Ausgang auf Messers Schneide.

Collins bringt es zuwege, die Spannung den ganzen Band über aufrecht zu erhalten und auch zu steigern.

Und letztlich tauchen auf der Seite der Nager sogar neue Feinde auf, deren Feindschaft sich die Menschen vor Jahrhunderten verdient zugezogen haben.

Gerade in diesem letzten Teil der Unterweltchroniken wird deutlich, dass die Charaktere Luxa und Gregor etwas älter und eindeutig reifer geworden sind, und somit gestaltet sich die ganze Geschichte zum Ende hin etwas drückender.

Kurz gesagt bleiben diese fünf Bücher zwar nicht bis zum Ende leichte und verzauberte Kost, sind aber doch etwas, was man Kindern ab zehn bis zwölf Jahren bedenkenlos in die Hand geben kann.

 

Suzanne Collins: Die Unterweltchroniken Band 5 – Gregor und das Schwert des Kriegers

 

Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Oetinger

Auflage: 1 (1. August 2008)

ISBN-10: 3789132144

ISBN-13: 978-3789132148

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

 

E-Book:

Verlag: Friedrich Oetinger

Seitenzahl: 352

2011

ISBN-13: 9783862741472

ISBN-10: 3862741478

Buchvorstellung: Joe Hill – Fireman

Zum Inhalt:

 

Die gesamte Welt im Griff einer gnadenlosen Pandemie.

Zuerst zeigen die Betroffenen charakteristische Muster auf der Haut, schließlich gehen sie urplötzlich in Flammen auf. Die Krankenhäuser füllen sich, immer weitere Teile der USA liegen in Schutt und Asche.

Schulkrankenschwester Harper versieht nun ebenfalls Dienst in einem Krankenhaus und steckt sich und ihr ungeborenes Kind mit der tödlichen Krankheit an.

Ihr Mann beschließt, lieber sich selbst und sieumzubringen, bevor beide den grausamen Flammentod sterben.

Harper flüchtet und begegnet so dem Fireman, der trotz seiner Ansteckung scheinbar in der Lage ist, das Feuer in sich unter Kontrolle zu halten, ja sogar, es bewusst einzusetzen.

Er bringt Harper in ein geheimes Lager voller Menschen, die ebenfalls samt und sonders infiziert sind, aber schon über lange Zeit damit leben.

Zuerst empfängt man sie dort begeistert und warmherzig, aber je drastischer sich die Verhältnisse in der Welt „draußen“ verschärfen, desto mehr beginnt dieses harmonische Kollektiv von innen zu verfaulen. Und bald könnte sogar Harper und ihrem Kind dort Gefahr drohen…

 

 

Keine ganz taufrische Idee

 

Die Geschichte über eine Pandemie, die fast die gesamte Bevölkerung auslöscht, mit Ausnahme dieses einen, kleinen Kollektivs, ist nun nicht gerade die Neuerfindung des Rades und lässt den, welcher ein bekennender Fan von Stephen King (Vater Hills) ist, etwas vorsichtiger werden.

Tatsächlich bin auch ich etwas argwöhnisch an diesen Roman herangegangen, da es schwer vorstellbar ist, dass ein Autor, der einen solchen Vater hat, es fertigbringt, sich ausreichend aus dessen Schatten zu lösen.

Aber hier soll gesagt sein, dass die Grundidee – wenn auch alles andere als neu – sehr individuell und spannend umgesetzt ist.

Steigt man als Leser auf einer bereits leicht gesteigerten Spannungskurve ein, kann man sich darauf freuen, dass es trotzdem stetig bergauf geht.

Das anfänglich vermutete Vergleichswerk Kings – The Stand, das letzte Gefecht – lässt man beim Lesen schon bald weit hinter sich.

Kämpft in diesem Buch nämlich ganz klassisch Gut gegen Böse, schildert Hill in „Fireman“, was Not, Angst und Tod selbst aus den besten Menschen machen können.

Man wird dazu gebracht, darüber nachzudenken, was man selbst unter diesen fatalen Umständen bereit wäre, zu tun oder zu erdulden, um ein klein wenig Sicherheit erhalten zu können.

Aber auch, wer sich nicht so tiefschürfende Gedanken machen, sondern einfach nur zu gutem Lesespaß kommen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.

Kurz gesagt:

Einen kleinen Punktabzug gibt es, da es der Grundidee ein wenig an Originalität fehlt.

Ansonsten: unterhaltsam, spannend und vielseitig. Für mich nicht das beste, aber eines von Hills besseren Büchern.

 

 

Joe Hill – Fireman

 

Printausgabe:

Verlag, Heyne-Verlag

Paperback, Klappenbroschur

ISBN: 978-3-453-31834-2

Erschienen:  09.05.2017

 

E-Book:

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20393-1

Erschienen:  09.05.2017

 

Hörbuch:

Ungekürzte Lesung mit David Nathan

Hörbuch Download

ISBN: 978-3-8371-3920-4

Erschienen:  09.05.2017

Spieldauer: 25 Stunden und 11 Minuten

Buchvorstellung: Anthony Ryan – Rabenschatten Band 2 – Der Herr des Turmes

Zum Inhalt:

 

Nachdem Vaelin aus dem Alpiranischen Reich in die Königslande zurückgekehrt ist, wird er vom König in die Nordlande geschickt, um dort den Posten des Herren des Turmes anzutreten.

Er nimmt diese Aufgabe nur zögerlich an, hat ihm sein Lied des Blutes doch verraten, dass sein Ordensbruder und Freund Frentis noch am Leben ist. Doch der König untersagt Vaelin die Suche nach ihm. So reist er nach den Nordlanden und hofft, dort Ruhe vor dem Töten, Schlachten und königlichen Intrigen zu finden.

Doch ein neuerlicher Krieg wirft bereits seinen Schatten über die Königslande. Das Volk der Volarianer rückt in scheinbar unbezwingbarer Übermacht näher, und ihr Ziel ist es, sich die Königslande nicht nur zu eigen zu machen, sie verschleppen auch Tausende aus den Kriegsgebieten und machen sie zu Sklaven.

Frentis hingegen ist nach der Schlacht gegen die Alpiraner bereits als Sklave gefangengenommen und dazu verurteilt, den Volarianern als Kämpfer Kurzweil zu bereiten. Als er es eines Tages schafft, einen seiner Aufseher zu töten, erweckt er das Interesse einer schönen und geheimnisvollen, aber abgrundtief grausamen Frau mit dunklen Kräften. Mit diesen schafft sie es, sich Frentis zu unterwerfen und mit ihr in Richtung der Königslande zu reisen, eine Spur des Todes hinter sich herziehend.

Noch vor dem Ausbruch des Krieges gegen die Volarianer, geht Prinzessin Lyrna auf eine strapaziöse und gefährliche Mission in das Gebiet der Lonarker. Dort will sie mit der höchsten Priesterin über ein Friedensabkommen zwischen Lonarkern und den Königslanden verhandeln.

Nur mit Mühe und Not entgehen sie und ihre Begleiter aufständischen Lonarkern, die alles unternehmen, um diesen schändlichen Frieden zu verhindern.

 

Das Suchtpotenzial bleibt

Im Gegensatz zum ersten Band teilt sich die Handlung hier auf mehrere Stränge auf. Jede Passage erhält als Überschrift den Namen des Charakters, um den es gerade geht.

Doch tauchen zwischendurch immer wieder kleine Verknüpfungen zwischen den Handlungssträngen auf.

Die Geradlinigkeit des ersten Bandes ist verschwunden, und wo die Konflikte innerhalb der Königslande im ersten Band noch vergleichsweise klein waren, bricht nun über alle vier Erzlehen die Katastrophe herein, und allein durch die schiere Übermacht der Volarianer scheint der Krieg nahezu aussichtslos.

Haben wir anfänglich fast nur den Charakter Vaelin kennengelernt, liegt nun das Augenmerk schwerpunktmäßig auch auf weiteren, die sich im Zuge der Handlung auch wandeln.

Gerade Prinzessin Lyrna, die sich im ersten Band als sehr klug, aber doch kalt und berechnend gezeigt hat, erhält nun einige sympathische und sogar bewundernswerte Züge.

Kurz gesagt hält „Der Herr des Turmes“ problemlos das Niveau des Vorgängerbandes.

 

Anthony Ryan: Rabenschatten Band 2 – Der Herr des Turmes
Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 859 Seiten

Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1.

Erschienen: 13. Januar 2017

ISBN-10: 360896018X

ISBN-13: 978-3608960181

 

E-Book:

Verlag: Klett-Cotta

ISBN-epub: 978-3-608-10837-8

 

Hörbuch:

Ungekürzte Lesung mit Detlef Bierstedt

4 mp3-CDs, Laufzeit: 30h 42

ISBN: 978-3-8371-3232-8

Buchvorstellung: Suzanne Collins: Die Unterweltchroniken Band 4 – Gregor und der Fluch des Unterlandes

Zum Inhalt:

 

Da Gregors Mutter nach Monaten immer noch im Unterland ist und die Pest auskuriert, reisen Boots und er nun regelmäßig dorthin, unter anderem, um sie zu besuchen.

Zusätzlich erhält Gregor weiterhin von Ripred Lektionen in Ultraschallortung.

Zu einer dieser Unterrichtsstunden bringt Ripred die weiße Ratte mit, die im Unterland nur „der Fluch“ genannt wird. Nun sieht Gregor zum ersten Mal, dass diese Ratte nicht nur enorme Kräfte und Größe erlangt hat, sondern auch, dass „der Fluch“ gefährlich und labil ist.

Eine Verabredung, die Ratte zu töten zwischen Ripred und Gregor platzt, da der Fluch auf einmal verschwunden ist, stattdessen trifft er auf drei andere Ratten, die dort gewartet haben, um ihn zu töten.

Gleichzeitig erhält Königin Luxa bei einem Fest in Regalia von den Huschern, wie im Unterland die Mäuse genannt werden, ihre eigene Krone als Hilferuf gesandt.

In einem nächtlichen, von den regalianischen Wachen unbemerkten Ausflug stellen Gregor, Luxa, Ares und Aurora fest, dass die Mäusekolonie im Dschungel verlassen ist, und Luxa weiß genau, dass ihren Freunden, den Huschern, etwas schlimmes passiert sein muss.

Hängt die Flucht der großen weißen Ratte wohlmöglich mit dem Geheimnis um das Verschwinden der Mäuse zusammen?

 

Ein Blick in die eigene Geschichte.

Der gewisse Zauber, der in den ersten drei Bänden dieses Zyklus noch geherrscht haben mag, ist nun endgültig verloren.

Wir erleben den rasanten Aufstieg des Fluchs, erleben, wie er Wut und Hass schürt, es geht um Zwangsumsiedlungen, Massenmord und Tod, ein Krieg wird erklärt, die größte Schlacht, die das Unterland je gesehen hat, beginnt.

Und dann ist da noch eine letzte Prophezeiung, die Gregor betrifft, aber mehr als unheilschwangere Andeutungen darüber bekommt der Junge aus seinen Freunden nicht heraus.

Auch wenn Collins uns hier ein unangenehmes Stück unserer eigenen Geschichte vor Augen führt, schafft sie es, trotz aller Grausamkeiten, dabei nicht den moralischen Zeigefinger auszufahren.

Kurz gesagt reiht sich dieser vierte, und damit vorletzte Band der Unterweltchroniken qualitativ hervorragend hinter den ersten dreien ein. Schön, spannend, traurig und erschreckend zugleich.

 

Suzanne Collins: Die Unterweltchroniken Band 4 – Gregor und der Fluch des Unterlandes

 

Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Oetinger; Auflage: 1

Erschienen: 1. Januar 2008

ISBN-10: 3789132136

ISBN-13: 978-3789132131

Empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

 

E-Book:

Verlag: Oetinger

Seitenzahl: 320

Erschienen: 2011

ISBN-13: 9783862741465

ISBN-10: 386274146X