Buchvorstellung: Anthony Ryan – Rabenschatten Band 2 – Der Herr des Turmes

Zum Inhalt:

 

Nachdem Vaelin aus dem Alpiranischen Reich in die Königslande zurückgekehrt ist, wird er vom König in die Nordlande geschickt, um dort den Posten des Herren des Turmes anzutreten.

Er nimmt diese Aufgabe nur zögerlich an, hat ihm sein Lied des Blutes doch verraten, dass sein Ordensbruder und Freund Frentis noch am Leben ist. Doch der König untersagt Vaelin die Suche nach ihm. So reist er nach den Nordlanden und hofft, dort Ruhe vor dem Töten, Schlachten und königlichen Intrigen zu finden.

Doch ein neuerlicher Krieg wirft bereits seinen Schatten über die Königslande. Das Volk der Volarianer rückt in scheinbar unbezwingbarer Übermacht näher, und ihr Ziel ist es, sich die Königslande nicht nur zu eigen zu machen, sie verschleppen auch Tausende aus den Kriegsgebieten und machen sie zu Sklaven.

Frentis hingegen ist nach der Schlacht gegen die Alpiraner bereits als Sklave gefangengenommen und dazu verurteilt, den Volarianern als Kämpfer Kurzweil zu bereiten. Als er es eines Tages schafft, einen seiner Aufseher zu töten, erweckt er das Interesse einer schönen und geheimnisvollen, aber abgrundtief grausamen Frau mit dunklen Kräften. Mit diesen schafft sie es, sich Frentis zu unterwerfen und mit ihr in Richtung der Königslande zu reisen, eine Spur des Todes hinter sich herziehend.

Noch vor dem Ausbruch des Krieges gegen die Volarianer, geht Prinzessin Lyrna auf eine strapaziöse und gefährliche Mission in das Gebiet der Lonarker. Dort will sie mit der höchsten Priesterin über ein Friedensabkommen zwischen Lonarkern und den Königslanden verhandeln.

Nur mit Mühe und Not entgehen sie und ihre Begleiter aufständischen Lonarkern, die alles unternehmen, um diesen schändlichen Frieden zu verhindern.

 

Das Suchtpotenzial bleibt

Im Gegensatz zum ersten Band teilt sich die Handlung hier auf mehrere Stränge auf. Jede Passage erhält als Überschrift den Namen des Charakters, um den es gerade geht.

Doch tauchen zwischendurch immer wieder kleine Verknüpfungen zwischen den Handlungssträngen auf.

Die Geradlinigkeit des ersten Bandes ist verschwunden, und wo die Konflikte innerhalb der Königslande im ersten Band noch vergleichsweise klein waren, bricht nun über alle vier Erzlehen die Katastrophe herein, und allein durch die schiere Übermacht der Volarianer scheint der Krieg nahezu aussichtslos.

Haben wir anfänglich fast nur den Charakter Vaelin kennengelernt, liegt nun das Augenmerk schwerpunktmäßig auch auf weiteren, die sich im Zuge der Handlung auch wandeln.

Gerade Prinzessin Lyrna, die sich im ersten Band als sehr klug, aber doch kalt und berechnend gezeigt hat, erhält nun einige sympathische und sogar bewundernswerte Züge.

Kurz gesagt hält „Der Herr des Turmes“ problemlos das Niveau des Vorgängerbandes.

 

Anthony Ryan: Rabenschatten Band 2 – Der Herr des Turmes
Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 859 Seiten

Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1.

Erschienen: 13. Januar 2017

ISBN-10: 360896018X

ISBN-13: 978-3608960181

 

E-Book:

Verlag: Klett-Cotta

ISBN-epub: 978-3-608-10837-8

 

Hörbuch:

Ungekürzte Lesung mit Detlef Bierstedt

4 mp3-CDs, Laufzeit: 30h 42

ISBN: 978-3-8371-3232-8

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Buchvorstellung: Suzanne Collins: Die Unterweltchroniken Band 4 – Gregor und der Fluch des Unterlandes

Zum Inhalt:

 

Da Gregors Mutter nach Monaten immer noch im Unterland ist und die Pest auskuriert, reisen Boots und er nun regelmäßig dorthin, unter anderem, um sie zu besuchen.

Zusätzlich erhält Gregor weiterhin von Ripred Lektionen in Ultraschallortung.

Zu einer dieser Unterrichtsstunden bringt Ripred die weiße Ratte mit, die im Unterland nur „der Fluch“ genannt wird. Nun sieht Gregor zum ersten Mal, dass diese Ratte nicht nur enorme Kräfte und Größe erlangt hat, sondern auch, dass „der Fluch“ gefährlich und labil ist.

Eine Verabredung, die Ratte zu töten zwischen Ripred und Gregor platzt, da der Fluch auf einmal verschwunden ist, stattdessen trifft er auf drei andere Ratten, die dort gewartet haben, um ihn zu töten.

Gleichzeitig erhält Königin Luxa bei einem Fest in Regalia von den Huschern, wie im Unterland die Mäuse genannt werden, ihre eigene Krone als Hilferuf gesandt.

In einem nächtlichen, von den regalianischen Wachen unbemerkten Ausflug stellen Gregor, Luxa, Ares und Aurora fest, dass die Mäusekolonie im Dschungel verlassen ist, und Luxa weiß genau, dass ihren Freunden, den Huschern, etwas schlimmes passiert sein muss.

Hängt die Flucht der großen weißen Ratte wohlmöglich mit dem Geheimnis um das Verschwinden der Mäuse zusammen?

 

Ein Blick in die eigene Geschichte.

Der gewisse Zauber, der in den ersten drei Bänden dieses Zyklus noch geherrscht haben mag, ist nun endgültig verloren.

Wir erleben den rasanten Aufstieg des Fluchs, erleben, wie er Wut und Hass schürt, es geht um Zwangsumsiedlungen, Massenmord und Tod, ein Krieg wird erklärt, die größte Schlacht, die das Unterland je gesehen hat, beginnt.

Und dann ist da noch eine letzte Prophezeiung, die Gregor betrifft, aber mehr als unheilschwangere Andeutungen darüber bekommt der Junge aus seinen Freunden nicht heraus.

Auch wenn Collins uns hier ein unangenehmes Stück unserer eigenen Geschichte vor Augen führt, schafft sie es, trotz aller Grausamkeiten, dabei nicht den moralischen Zeigefinger auszufahren.

Kurz gesagt reiht sich dieser vierte, und damit vorletzte Band der Unterweltchroniken qualitativ hervorragend hinter den ersten dreien ein. Schön, spannend, traurig und erschreckend zugleich.

 

Suzanne Collins: Die Unterweltchroniken Band 4 – Gregor und der Fluch des Unterlandes

 

Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Oetinger; Auflage: 1

Erschienen: 1. Januar 2008

ISBN-10: 3789132136

ISBN-13: 978-3789132131

Empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

 

E-Book:

Verlag: Oetinger

Seitenzahl: 320

Erschienen: 2011

ISBN-13: 9783862741465

ISBN-10: 386274146X

Buchvorstellung: Anthony Ryan – Rabenschatten 1 – Das Lied des Blutes

Zum Inhalt

 

‚Bei meinem Volk war er nur unter einem Namen bekannt, und dieser hallte an jenem Morgen unablässig in meinem Kopf wider: „Hoffnungstöter‹. Bald wirst du sterben, und ich werde Zeuge sein, ›Hoffnungstöter‹.“‘

 

Vaelin Al Sorna, bekannt als das Schwert des Königs, Rabenschatten, Hoffnungstöter, Dunkelklinge, gehasst, verehrt, bewundert und gefürchtet, ist per Schiff auf dem Weg zu einem vielleicht tödlichen Duell.

Der kaiserliche Historiker des alpiranischen Reiches, Lord Verniers, der anfänglich selbst nur Hass für den Gefangenen Vaelin empfindet, erhält so die Chance, dessen Lebensgeschichte zu hören und niederzuschreiben.

Zu seiner Verwunderung zeichnet sich hier allerdings das Bild eines ganz anderen Mannes, als es Verniers vermutet hätte, und auch wenn er spürt, dass Vaelin einige Teile seiner Lebensgeschichte verschweigt, ist sein Interesse als Geschichtsschreiber an ihm und den Königslanden geweckt.

In einer Rückblende erfährt der Leser so, wie Vaelin mit zwölf, kurz nach dem Tod der Mutter von seinem Vater zum sechsten Orden gebracht wird , wo er zu einem erbarmungslosen Krieger und Verfechter des Glaubens werden soll.

Durch die Strapazen einer nahezu unmenschlichen Ausbildung entsteht zwischen ihm und seinen Ordensbrüdern eine starke Bindung, die lange halten soll.

Zeigt sich Al Sorna schon während der Ausbildung als der geborene Anführer, verfestigt er hernach in vielen Schlachten, durch Attentate und Missionen nur noch seine Sonderstellung.

Doch bald sollen Erkenntnisse über den verborgenen Hintergrund aller Orden und Intrigen des Königs seine Überzeugungen ins Wanken bringen…

 

Ein gelungener Auftakt

Auch wenn sich dieser erste Band der Rabenschatten-Trilogie etwas schwierig lesen lassen mag, da er gerade geschichtlich und politisch nicht immer so leicht zu durchschauen ist, zieht das Buch den Leser sehr schnell in seinen Bann.

In der Hauptsache liegt das wohl im Charakter Vaelin selbst begründet, der, zuerst negativ gezeichnet, nach und nach sehr viele Facetten bekommt und sehr schnell zu einem Sympathieträger wird.

Auch wenn „Das Lied des Blutes“ so einige Fantasy-Komponenten enthält, kommt der Roman doch ohne Drachen, magische Schwerter und Zauberer aus, ohne dabei auch für bekennende und eingefleischte Fantasy-Leser zwangsläufig an Reiz zu verlieren. Nur langsam kommt ein Element zutage, welches „die dunkle Gabe“ genannt wird und welches Magie sehr nahekommt.

Kurz Gesagt: Ein gelungener Auftakt, der schnell Lust auf mehr macht.

 

Anthony Ryan, Rabenschatten 1 – Das Lied des Blutes

 

Printausgabe:

Verlag: Klett-Cotta, 774 Seiten

Erschienen, 23.09.2014

ISBN-13: 9783608939255

ISBN-10: 3608939253

 

E-Book:

Verlag: Klett-Cotta, 800 Seiten

ISBN-13: 9783608107524

ISBN-10: 3608107525

 

Hörbuch MP3-CD

Verlag: Random House Audio

Ungekürzte Lesung mit Detlef Bierstedt

ISBN: 978-3-8371-2711-9

Erschienen: 29.09.2014

Spieldauer: 28 Stunden und 43 Minuten;

Buchvorstellung: Suzanne Collins – Die Unterweltchroniken band 3 – Gregor und der Spiegel der Wahrheit

Zum Inhalt:

 

Zitat:

„Die Prophezeiung des Bluts

 

Von Blut zu Blut gelangt das Leiden,

frisst euch an den Eingeweiden,

malt euch Flecken Purpurrot,

bringt den Warmblütern den Tod.

 

Dreht euch um und um und um.

Ihr seht das Was, nicht wann, warum.

Wenn Heilung und Böses sich verweben,

formt sich eine aus zwei Reben.

 

Der Krieger wird bald bei euch sein,

ist sein Herz noch nicht aus Stein.

Holt die Prinzessin, oder verzagt,

kein Krabbler, der es ohne sie wagt.

 

Dreht euch um und um und um.

Ihr seht das Was, nicht wann, warum.

Wenn Heilung und Böses sich verweben,

formt sich eine aus zwei Reben.

 

Jeder aus warmem Fleisch und Blut,

macht sich auf zu dem kostbaren Gut.

Wer die Wiege des Übels sucht,

findet das Mittel gegen den Fluch.

 

Dreht euch um und um und um.

Ihr seht das Was, nicht wann, warum.

Wenn Heilung und Böses sich verweben,

formt sich eine aus zwei Reben.

 

Mensch und Nager lasst bei Seit‘,

euren Hass und euren Streit.

Werden die Flammen des Krieges entfacht,

herrscht im Unterland ewige Nacht.

 

Dreht euch um und um und um.

Ihr seht das Was, nicht wann, warum.

Wenn Heilung und Böses sich verweben,

formt sich eine aus zwei Reben.“

 

Bevor Gregor das Unterland das zweite Mal verlassen hatte, hatte ihm Nerissa, die amtierende Königen Regalias, diese Prophezeiung mitgegeben.

Gregor ist klar, dass er nun eines Tages dorthin zurückkehren muss. Außerdem wartet er schon lange auf Nachrichten aus dem Unterland.

Nachrichten über seine Freundin Luxa und den Krabbler Temp, die bei einer Schlacht im von Ratten bewohnten Irrgarten verschollen sind, Nachrichten von der mit ihm verbundenen Fledermaus Ares, aber bisher wartet er vergebens.

Doch eines Tages im Februar ist es so weit. In das Lüftungsgitter im Wäschekeller geklemmt steckt eine Schriftrolle, ein verzweifelter Hilferuf von Luxas Großvater Vikus, in dem steht, dass die Prophezeiung des Bluts nun über das Unterland hereingebrochen sei.

Zeigt sich Gregors Vater noch einsichtig, steht es für seine Mutter fest, dass sie weder seine Schwester Boots, noch ihn selbst jemals wieder ins Unterland lassen will.

Als jedoch plötzlich hunderte Ratten beginnen, in den Wänden ihrer Wohnung zu rumoren und auf der Flucht der Familie in den Hausflur sogar versuchen, durch die Wände zu brechen, stimmt sie schließlich zu.

Doch die Besprechung zum Thema Pest und Heilmittel im Unterland soll nicht ohne Folgen bleiben.

Durch einen Flohbiss infiziert sich Gregors Mutter mit der Pest, und so bleibt dem Jungen nichts anderes übrig, als sich mit Boots und einigen anderen auf die Suche in den tiefen und gefährlichen Dschungel zu machen, wo das Heilmittel zu finden sein soll.

 

Kein Ruhmesblatt für die Menschen

 

In diesem Band beginnt Collins, die Menschen kritisch zu beleuchten.

Galten bisher immer die Ratten als gefährlich, als die negative Kraft im Unterland, zeigt sich in diesem Buch nun, dass auch die Menschen durchaus zur Grausamkeit fähig sind.

Denn wo nun die Ratten zu Hunderten an der Pest sterben, besitzen die Menschen zumindest lindernde Medikamente und auch ein Pulver, welches die Flöhe tötet, die die Pest übertragen.

Doch weigert sich der Rat von Regalia lange, den Nagern zumindest dieses Pulver zu überlassen.

Erst als die Suche nach dem Heilmittel auf dem Spiel steht, die nur mit einigen Ratten zusammen gelingen kann, glaubt man der Prophezeiung, lenken die Regalianer widerwillig ein.

Dieser Band zeigt sich schon differenzierter, als die ersten beiden, da auch die Nager von einer Seite gezeigt werden, die klarmacht, dass sie nicht nur die Monster sind, als die sie von den Menschen dargestellt werden.

Und irgendwann soll in der Handlung der Punkt kommen, an dem sich der Leser fragen muss, Ob die Menschen tatsächlich so viel besser als die Ratten sind.

 

 

Suzanne Collins- Die Unterweltchroniken Band 3 – Gregor und der Spiegel der Wahrheit

 

Printausgabe:

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

Verlag: Oetinger; Auflage: 3,

Erschienen:  1. Februar 2007

ISBN-10: 3789132128

ISBN-13: 978-3789132124

Empfohlenes Alter: 12 Jahre

 

E-Book:

Verlag: Oetinger (Verlag, 336 Seiten

Erschienen: 2011

ISBN: 978-3-86274-145-8

Buchvorstellung: Stephen King – Das Bild (Rose Madder)

Zum Inhalt

 

Nach vielen Jahren des Terrors und der Misshandlung beschließt Rose, sich endlich von ihrem Mann zu trennen.

Nur mit der Kleidung, die sie gerade trägt und einer Handtasche verlässt sie das Haus, hebt etwas Geld vom Konto ihres Mannes ab und fährt mit einem Bus in eine viele Hundert Meilen entfernte Großstadt.

Eher zufällig trifft sie am dortigen Busbahnhof auf einen Mann, der ihr nach einem kurzen Gespräch die Adresse eines Frauenhauses gibt, welches Rose zumindest für eine gewisse Zeit Unterschlupf gewähren und ihr bei ihrem Start in ein neues Leben helfen soll.

Doch kaum, dass sie dort angekommen ist, hat ihr Mann, der zu allem Übel auch noch Polizist ist, bereits ihre Spur aufgenommen.

Als Rose eines Tages in ein Pfandleihhaus geht, um dort ihren Ehering zu versetzen, stößt sie auf das Bild einer Frau, die nicht nur Roses Namen trägt, sondern sie auch trotz seiner eher mittelmäßigen Qualität irgendwie fasziniert.

Langsam aber sicher nimmt eben dieses Bild einen eigenartigen Einfluss auf ihr Leben.

Und während sich für Rose alles zum Besseren zu wenden scheint, ahnt sie nicht einmal, wie dicht ihr der Schatten ihrer Vergangenheit bereits auf den Fersen ist.

 

Ein ganz anderer Stephen King

 

Auffällig an diesem Buch ist die weibliche Hauptfigur.

Viele männliche Autoren haben sich bereits an dieser Aufgabe versucht, scheitern aber oft daran. Stephen King bringt es fertig, dass man selbst als Leserin das Gefühl bekommt, ein von einer Frau geschriebenes Buch zu lesen, was dem Ganzen noch deutlich mehr Authentizität verleiht.

Auch wenn es natürlich nicht ohne Tod und Blut abläuft, ist das doch eines seiner Bücher, dem die bis dahin eher gewohnte Horror-Komponente fehlt.

Der Schrecken in diesem Roman baut eher darauf auf, dass man nicht nur nachvollzieht, wie sich Roses Ehemann Stück für Stück seinem Opfer nähert, der Leser kann auch seinen allmählichen psychischen Abstieg und geistigen Verfall miterleben, welcher zum größten Teil darauf basiert, dass seine Frau, die er doch so lange erfolgreich unterdrückt hat, es wagen konnte, sich ihm zu entziehen.

Wo seine Suche anfänglich nur auf Befragung und Bedrohung einiger Menschen aufbaut, zieht er zu guter Letzt eine Spur des Todes hinter sich her.

 

 

Stephen King: Das Bild

 

Printausgabe:

Heyne Verlag , Taschenbuch, Broschur

ISBN: 978-3-453-43687-9

Erschienen: 12.08.2013

 

E-Book:

Heyne Verlag

ISBN: 978-3-641-12797-8

Erschienen: 12.08.2013

Buchvorstellung: Wolfgang Hohlbein – Der Greif

Zum Inhalt:

 

Nachdem Mark vor einem riesigen grauen Ungeheuer über das Dach seines Hauses flüchtet, wird er schließlich auf der Straße von einem Auto angefahren.

Als er im Krankenhaus wieder erwacht, steht sofort ein Polizist bereit, der an den Jungen so einige Fragen hat. Mark scheint bei seiner Flucht aus der Wohnung überall nur Schutt und Asche hinterlassen zu haben.

Mark hätte für den Kommissar Antworten Parat, weiß aber, dass dieser ihm seine Geschichte nie glauben würde.

Um also weiteren Verhören zu entgehen, flüchtet er noch in der gleichen Nacht aus dem Krankenhaus, denn er muss auf der Stelle mit der Suche nach seinem älteren Bruder beginnen.

Und so gerät Mark in ein Abenteuer, das ihn schließlich in den schwarzen Turm führt, welcher ein Paradies sein könnte, gäbe es da nicht die Schreckensherrschaft des Greifen.

Doch der Junge stellt fest, dass seine Familie ein Geheimnis umgibt, welches sie direkt mit dem schwarzen Turm zu verbinden scheint.

Ob das der Grund ist, warum seit Generationen alle männlichen Vorfahren in seiner Familie verschwunden sind?

 

 

Spannend und leicht verdaulich

 

Leicht und flüssig geschrieben nimmt dieser Roman nicht nur Jugendliche auf eine spannende Reise mit. Mit dem Jungen Mark hat Hohlbein einen Hauptcharakter geschaffen, an dessen Erleben man sich als Leser leicht anheften und sich so passagenweise auch gut ein wenig gruseln kann.

Durch die dunkle Macht des Greifen neigen Büsten, Statuen und andere bildhauerische Erzeugnisse dazu, zum Leben zu erwachen und Mark zu bedrohen, was gut für eine kontinuierliche Gefahr sorgt.

Allein der unglaublichen Begebenheiten wegen hat der Junge lange keinen richtigen Verbündeten und muss so nicht nur vor den Dienern des Greifen flüchten, auch der Polizei muss er immer wieder entgehen, die ihn natürlich nicht allein durch die Weltgeschichte laufen lassen, sondern lieber in ein Waisenheim stecken möchte.

 

Zum ersten Mal habe ich dieses Buch als Jugendliche gelesen, das letzte Mal vor einem Jahr, aber beide Male fiel es mir doch recht schwer, es aus der Hand zu legen.

 

 

Wolfgang Hohlbein – Der Greif

Printausgabe

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 01.07.1999

Aktuelle Ausgabe : 01.01.2006

Verlag : Ueberreuter, C

ISBN: 9783800052141

Fester Einband 612 Seiten

 

eBook:

Verlag : Ueberreuter, C

ISBN: 9783764191696

Buchvorstellung: Suzanne Collins – Die Unterlandchroniken Band 2 – Gregor und der Schlüssel zur Macht

Zum Inhalt:

Als der 11-jährige Gregor mit seiner 2-jährigen Schwester Boots eines Nachmittags kurz vor Weihnachten in den Central Park zum Rodeln geht, verschwindet das Mädchen plötzlich von einem auf den anderen Moment spurlos.

Das Einzige, was Gregor als Hinweis findet, ist das Bein eines Riesenkakerlaken, wie er sie nur aus dem Unterland kennt.

Mit seiner kleinen Schwester war er bereits im Sommer dort. Die dort lebenden Unterländer, blasse, violettäugige Menschen, nennen ihn dort den „Krieger“, der dem Gründer der Menschenstadt Regalia bereits vor Jahrhunderten in verschiedenen Visionen erschienen sein soll.

Gregors Schwester Boots wird im Unterland von den Riesenkakerlaken als „Prinzessin“ verehrt.

Als Gregor sich zu dem Tor ins Unterland begibt, das sich direkt im Central Park in den Tunneln unter einer großen Steinplatte befindet, entgeht er nur knapp einem tödlichen Angriff der riesigen Unterlandratten. In letzter Sekunde findet ihn Ares, eine große Fledermaus, mit der Gregor verbunden ist und die ihm erzählt, dass die Ratten vorhaben, Boots zu töten, und die Kakerlaken sie entführt haben, um sie zu schützen.

So stolpert Gregor in eine weitere Prophezeiung, die nicht nur für die Unterländer, sondern auch für ihn und seine kleine Schwester sehr bedrohlich, vielleicht tödlich ausgehen könnte.

Es wird düsterer:

Hat sich Suzanne Collins im ersten Band damit begnügt, einige der Charaktere durch den Feind töten zu lassen, kommt nun, was eigentlich unausweichlich war.

Gregor bekommt nun auch langsam sein Profil als Krieger.

Er hält nicht nur zum ersten Mal im Rahmen des Unterrichts ein Schwert in der Hand, er stellt sich auf die Weise auch noch als „Wüter“ heraus.

Ein „Wüter“ ist jemand, der, ohne dafür über Jahre trainieren zu müssen, ein hervorragender Kämpfer ist, instinktiv. Es gilt als nahezu unmöglich, einen Wüter zu besiegen.

Auch wenn Gregor im ersten Teil der Chroniken dafür gesorgt hat, dass Gorger, der König der Ratten in einen Abgrund stürzt und damit stirbt, spricht die neue Prophezeiung, die „Prophezeiung des Fluchs“ nun davon, dass er selbst allein und direkt töten muss.

Hieraus ergibt sich für den 11-jährigen Jungen, in dessen Familie sogar das Schlagen tabu ist, ein fast unüberwindlicher Konflikt.

Auch seine Natur als Wüter macht ihm Angst, da sie ihn im Kampf völlig außer Kontrolle geraten lässt.

Und doch scheint diese Gabe für Gregor die einzige Chance zu sein, dieses gefährliche Abenteuer lebend zu überstehen.

Suzanne Collins

Die Unterlandchroniken Band 1 – Gregor und der Schlüssel zur Macht

Printausgabe:

Verlag: Oetinger

Neuausgabe, erschienen 2013

Seitenzahl: 301

ISBN-13: 9783789132278

eBook, ePUB

ISBN-13: 9783862741441

ISBN-10: 3862741443